Der 30-Minuten-Test
- Alle Zapfstellen schließen, Wasch- und Spülmaschine aus, Gartenhahn zu, Spülkästen nicht betätigen.
- Zählerstand fotografieren – inklusive des kleinen Zeigers oder Sternrads.
- 30 Minuten warten (Zähler nicht berühren).
- Erneut fotografieren. Hat sich etwas bewegt, verliert die Anlage Wasser.
Ein Sternrad, das sich langsam dreht, entspricht oft nur wenigen Litern am Tag – aber auch ein kleines Leck durchfeuchtet über Monate ganze Bauteile.
Die häufigsten Ursachen – erst die einfachen prüfen
- WC-Spülkasten läuft nach. Der Klassiker, oft unsichtbar. Test: Etwas Lebensmittelfarbe in den Spülkasten, 15 Minuten warten – färbt sich das Wasser im Becken, ist die Dichtung undicht.
- Tropfende Armaturen, Sicherheitsventile am Boiler oder Wasserfilter, Rückspülventile.
- Außenzapfstelle oder Gartenleitung – nach dem Winter besonders häufig.
- Enthärtungsanlage in der Regeneration.
Ist all das ausgeschlossen, schließen Sie nacheinander die Absperrventile einzelner Stränge (Bad, Küche, Keller) und beobachten den Zähler. Der Strang, bei dem der Zähler stehen bleibt, ist der undichte.
Anzeichen für ein Leck in der Wand oder im Boden
- Feuchte Flecken, abblätternder Putz, Salzränder – oft weit entfernt von der Leckstelle
- Warme Stelle am Boden (Warmwasserleitung), kühle feuchte Stelle (Kaltwasser)
- Fließ- oder Zischgeräusche in der Wand bei absoluter Stille
- Sich lösende Fliesen, aufquellendes Parkett, muffiger Geruch
- Bei Erdleitungen: nasse Stelle im Garten, die nicht abtrocknet
Wie eine professionelle Leckortung vorgeht
Der Leckorter bestätigt zuerst per Druckprüfung, welcher Strang undicht ist. Dann grenzt er die Stelle ein: Elektroakustik (Bodenmikrofon hört das Austrittsgeräusch unter Druck), Thermografie (bei Warmwasser), Tracergas (bei sehr kleinen Lecks oder Kunststoffleitungen) und Feuchtemessung (Ausbreitung). Ergebnis: eine markierte Stelle, an der der Installateur gezielt öffnet – statt Fliesen auf Verdacht abzuschlagen. Dauer meist 1,5 bis 3 Stunden, Kosten 300 bis 600 Euro, bei versichertem Leitungswasserschaden von der Gebäudeversicherung getragen. Mehr: Leckortung.
Warum Sie nicht warten sollten
Ein Leck von nur 10 Litern pro Stunde sind 240 Liter am Tag – in zwei Wochen eine Badewanne voll, verteilt in Estrich und Dämmung. Was am Anfang eine Ortung und eine kleine Reparatur gewesen wäre, wird zur mehrwöchigen Trocknung mit Rückbau. Und: Der Wasserversorger stellt den Verbrauch in Rechnung, die Versicherung erstattet Wasserverlust nur bei manchen Tarifen.
Brauer Trocknungstechnik hilft bei Leckortung – mit Kostenrahmen am Telefon, festem Ansprechpartner, Versicherungsabwicklung und 24/7 Notdienst. Zur Leistung Leckortung oder direkt anrufen.
Häufige Fragen
Wenn Sie keinen aktiven Wasseraustritt sehen, können Sie die Anlage vorerst weiterbetreiben, sollten aber nachts oder bei Abwesenheit den Haupthahn schließen. Bei sichtbarem Wasser oder feuchten Bauteilen: sofort zu.
Manche Gebäudetarife enthalten „Wasserverlust bei Rohrbruch“ bis zu einer Obergrenze, viele nicht. Prüfen Sie Ihre Police – die Ortung und Trocknung sind aber in jedem Fall Leitungswasserschaden.