Druckverlust ist nicht immer ein Leck
Bevor Sie ein Leck vermuten, schließen Sie die harmlosen Ursachen aus: Luft im System (Heizkörper und Verteiler entlüften, danach Druck beobachten), defektes Ausdehnungsgefäß (Druck schwankt stark zwischen kalt und warm, Sicherheitsventil tropft), undichtes Sicherheitsventil oder tropfende Verschraubungen am Kessel und Verteiler. Diese Fälle repariert der Heizungsbauer ohne Leckortung.
Bleibt der Druckverlust nach Entlüften und Kontrolle der sichtbaren Teile, verliert die Anlage tatsächlich Wasser – und zwar irgendwo im Boden oder in der Wand.
Der Selbsttest am Heizkreisverteiler
- Anlage auf Normaldruck bringen (meist 1,5–2 bar kalt), Manometerstand fotografieren.
- Am Verteiler alle Heizkreise schließen (Vor- und Rücklauf). Verliert die Anlage weiter Druck, liegt das Leck zwischen Kessel und Verteiler oder im Kessel.
- Bleibt der Druck stabil, einen Kreis nach dem anderen öffnen und jeweils einige Stunden beobachten. Der Kreis, bei dem der Druck fällt, ist der undichte.
- Kreisbezeichnung am Verteiler ablesen – so ist der betroffene Raum eingegrenzt, ohne eine einzige Bohrung.
Wichtig: Nachfüllmengen und Zeitpunkte notieren. Daraus lässt sich die Leckgröße abschätzen.
Warum ständiges Nachfüllen schadet
Jeder nachgefüllte Liter landet in der Dämmschicht unter dem Estrich und vergrößert den Feuchteschaden. Gleichzeitig bringt Frischwasser Sauerstoff und Kalk in die Anlage: Korrosion an Stahlteilen, Schlammbildung, verstopfte Ventile, sinkende Effizienz. Ein halbes Jahr „einfach nachfüllen“ kann mehr kosten als die Leckortung.
So wird das Leck geortet – ohne den Boden aufzureißen
- Thermografie: Der betroffene Kreis wird warm gefahren; die Wärmebildkamera zeigt den Verlauf der Heizschleife und eine ungewöhnliche Wärmeausbreitung am Leck.
- Tracergas: Ein ungiftiges Wasserstoff-Stickstoff-Gemisch wird in den Kreis gegeben; es tritt am Leck aus und wird an der Oberfläche vom Detektor zentimetergenau erkannt – auch unter Fliesen und Parkett.
- Elektroakustik ergänzend, wenn Wasser unter Druck austritt.
Ergebnis nach zwei bis vier Stunden: eine markierte Stelle, ein Wärmebild, ein Bericht. Mehr zur Leistung: Fußbodenheizung undicht und Thermografie.
Reparatur, Trocknung, Versicherung
Der Heizungsbauer öffnet den Estrich nur an der georteten Stelle (etwa 20 × 20 cm), trennt das Rohr und setzt eine Pressmuffe. Danach wird die Dämmschicht gemessen und – meist nötig – im Unterdruckverfahren getrocknet; die Bohrungen setzt der Fachbetrieb nach der Thermografie sicher zwischen die Heizrohre. Zum Schluss werden Estrich und Belag ausgebessert.
Ein Leck in der Fußbodenheizung ist ein Leitungswasserschaden: Die Wohngebäudeversicherung übernimmt in der Regel Ortung, Reparatur der Leckstelle, Trocknung und Wiederherstellung. Nicht gedeckt ist meist der Austausch der kompletten Anlage.
Brauer Trocknungstechnik hilft bei Fußbodenheizung undicht – mit Kostenrahmen am Telefon, festem Ansprechpartner, Versicherungsabwicklung und 24/7 Notdienst. Zur Leistung Fußbodenheizung undicht oder direkt anrufen.
Häufige Fragen
Eine dichte Anlage hält ihren Druck über Monate; kleine Schwankungen zwischen kalt und warm (0,2–0,5 bar) sind normal. Muss häufiger als alle paar Monate nachgefüllt werden, ist etwas undicht.
Flüssigdichtmittel können kleine Undichtigkeiten kurzfristig schließen, verkleben aber Ventile, Verteiler und Wärmetauscher und erschweren die Ortung erheblich. Fachbetriebe raten davon ab.
Eingrenzung und Thermografie 300 bis 500 Euro, Tracergas-Feinortung 350 bis 700 Euro – bei versichertem Schaden trägt das der Gebäudeversicherer.